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Wenn Möbeldesigner campen gehen…

… entstehen Ideen die verwirklicht gehören. Der bekannt Querdenker und erfolgreiche Möbeldesigner Nils Holger Moormann und sein Team gestalten die neue Holzklasse – produziert und vertrieben wird das edle Stück von CustomBus aus Langenhagen.

Wer ist Nils Holger Moormann?

Bekannt wurde Nils Holger Moormann vor allem durch die gut durchdachten und cleveren Designlösungen für Alltagsmöbel. Sie haben das Besondere. Die Kleinigkeit die heraussticht. Unaufdringlich. Clever. Einzigartig. Aber auch sein Kampf gegen IKEA 1998 – als der schwedische Möbelriese vollkommen unverfroren seine Tischfüße TAURUS kopierte und zu hunderttausenden in den Markt brachte förderte den Legendenstatus. Heute ist Nils Holger Moormann einer der wenigen Möbelhersteller, der nicht dem Mainstream folgt. Der immer noch auf Qualität und Einzigartigkeit setzt. Und der seinen ganz eigenen Platz in unseren Wohnräumen gefunden hat.

Dann ging Moormann unter die Herbergsväter. Mit Moormann Berge verwirklichte er ein Gästehaus unweit der Firmenzentrale. Das von 1671 stammende, historische Gebäude beinhaltet 16 Quartiere für Selbstversorger. Im gewohnten Moormann-Stil. Geradlinig. Inspirierend. Lebendig. Und der erneute Beweis das man Dinge manchmal einfach anders Denken muss um Zeichen zu setzen.

Moormann Berge
Moormann Berge – ein Gästehaus mit 16 Quartieren im Chiemgau

Die neue Holzklasse

Und Gott sei Dank scheint Nils Holger Moormann auch eine Vorliebe für das mobile Leben zu haben. Deswegen haben Er und sein Team sich dem VW Bully angenommen und den klassischen Campingbus neu durchdacht. Nachdem die Aufteilung mittlerweile seit Jahrzehnten perfektioniert ist sieht man die Arbeit der chiemgauer Möbeldesigner vor allem im Innenausbau. Hochwertig. Stilvoll. Reduziert auf das wesentliche. Campingkultur mit höchstem Designanspruch.

Betritt man das Mobil fällt einem sofort der Kontrast zwischen Naturholz und der seidenmatten Oberfläche in Dunkelgrau der Einbauten auf. Man spürt die Detailverliebtheit. Ein klein wenig kommt man sich vor als hätte man ein Boot betreten und steht in der Kajüte. Besonders die Holzdecke unterstütz diesen Eindruck. Der Küchenblock ist klassisch gegenüber der Schiebetür angeordnet. Eine Arbeitsfläche mit Doppelkochfeld und Spüle im kantigen Design unterstreicht den Designanspruch: Keine Standardware aus dem Camping-Zuliefererkatalog – eher die heimische Küche hat hier Pate gestanden.

Moormann Holzklasse Trittstufe
Die Details machen bei Moormann den Unterschied

Aber das Besondere ist am Ende nicht der Möbelbau. Es ist wie immer bei Nils Holger Moormann eine Kombination aus Minimalismus und durchdachten Funktionen. Da ist z.B. die kleine Fußbank, die sich magnetisch unter dem Beifahrersitz verstauen lässt und den Eintritt erleichtert. An ihr haftet – ebenfalls über Magnete – der kleine Handbesen um den Holzfußboden sauber halten zu können. Oder die Bedienelemente mit einfachen Kippschalter und schön gestalteter Typografie unter den beiden Füllstandanzeigen über dem kleinen Regal. Diese Details machen den Unterschied. Wie eben auch bei seinen Möbeln.

Bleibt noch der Preis

Und der hat es in sich. Fairerweise muss man sagen – wie bei fast allen Campingbussen. Das mobile Vergnügen im VW Bus kostet bei allen Hersteller viele Euros. Es ist eben eine Lebenseinstellung! Ab 74.500 EUR startet das Moormann Holzklasse Erlebnis. Wer Diesel, mehr PS und ein wenig mehr Ausstattung haben will kratzt schnell die 100.000 EUR. Dafür bekommt man dann aber wie beim Campingbus üblich ein Alltagstaugliche Fahrzeug – mit der schönsten Campingausstattung die uns bis jetzt begegnet ist.

Bleibt uns am Ende nur noch ein Wunsch übrig: Hoffentlich ist der Bus bald zu klein für Nils Holger Moormann und er verspürt den Drang nach mehr Platz. Ich kann mir schon ausmalen wie ein Vollintegrierter mit Moormann Interieur aussehen würde!

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